Praktische Fragen
Wie groß muss der Zeltplatz sein?Das Zelt selbst ist maximal 35 Meter lang und 24 Meter breit. Ideal wäre ein Platz, der mindestens 40 Meter lang und 25 Meter breit ist. In kleinen Gemeinden lassen wir ein Mittelteil weg, dadurch wird das Zelt um fünf Meter kürzer.
Wie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden benötigt?
Wenn Sie ein Team von 20 Männer und Frauen haben, die von einer gastfreundlichen, missionarischen Gemeinde träumen und denen die Zeltkirche ein Anliegen ist, dann können Sie mit den Vorbereitungen starten. Am Ende sind es oft mehr als hundert Personen, die in irgendeiner Weise zum Gelingen beitragen.
Welche Kosten kommen auf eine Gemeinde zu?
Die Missionarischen Dienste erbitten eine Spende in Höhe von 2 000 Euro und den Ertrag eines Gottesdienstopfers während der Zeltkirche. Wenn Sie einen Grundstock von 3 000 bis 5 000 Euro haben (zum Beispiel Kirchgeld oder Einnahmen eines Sponsorenlaufes), dann gehen Sie kein finanzielles Risiko ein. Alle weiteren Kosten werden in der Regel durch Spenden refinanziert.
Sind 14 Tage nicht zu lang?
Wir haben entdeckt, dass gerade kritische Menschen die „öffentliche Meinung“ über die Zelttage abwarten. Es dauert in der Regel einige Tage, bis die erste Skepsis abgebaut ist. Wir plädieren für eine Veranstaltungsreihe über zwei Wochen, weil wir ja gerade die kirchendistanzierten Menschen gewinnen wollen.
Grundsätzliche Fragen
Ist die Zeit für Zelte nicht einfach passé?Die Zeit spricht eine andere Sprache. Zelte werden gerade bei hochkarätigen Veranstaltungen eingesetzt. Ob am Rande der Formel 1, bei internationalen Fashion Weeks oder bei Präsentationen von neuen Autos und Produkten – überall werden die attraktiven Röder-Zeltsysteme genutzt. Auch auf der Wiesn in München sitzen Menschen unterschiedlicher Couleur nebeneinander im Zelt. Die Menschen schätzen Zelte als Orte der lockeren Kommunikation.
Sollte persönliche Evangelisation nicht Vorrang haben vor Veranstaltungsevangelisationen?
Es kommt auf die richtige Mischung an. Das „Event“ und der Glaubensgrundkurs müssen Hand in Hand gehen. Der große, öffentliche Auftritt braucht die Bodenhaftung der permanenten persönlichen Evangelisation. Aber ohne den Mut, das Evangelium auch auf den „Marktplatz" zu bringen, verlieren Christen an Weite und gesellschaftsprägender Kraft.
Was machen Sie heute anders als früher?
Auch wenn Ludwig Hofacker oder John Wesley gesegnete Prediger waren – der Ton, den sie angeschlagen haben, ist heute in der Zeltkirche nicht mehr zu hören. „Holzhammer“ und „Maschinengewehr“ sind nicht unsere Werkzeuge. Wir reden eher leise vom Glauben, fragend, tastend, zweifelnd, einladend, werbend, lockend.
Noch etwas ist anders. Unser Programm wird nicht „eingeflogen“, sondern vor Ort gemeinsam erarbeitet. Wir gehen auch auf die örtlichen Vereine zu und bitten sie um Mitarbeit.
Stehen Aufwand und „Ertrag“ in einem guten Verhältnis?
Keine Frage, eine zweiwöchige Zeltevangelisation ist ein gewisser Kraftakt. Wenn aber in einer Gemeinde der Funke übergesprungen ist, dann entsteht eine Dynamik, die sich langfristig positiv aufs Gemeindeleben auswirken kann. In einem Ort hat sich das Team der Kinderbibelwoche durch die Evangelisation verdoppelt. Woanders hat sich seit den Zelttagen ein regelmäßiges Männervesper etabliert. Vor allem durch die anschließenden Glaubenskurse wachsen Menschen im Glauben und lernen die Gemeinschaft anderer Christen schätzen.



