Zeltmeister Martin Heubach ist Diakon und wohnt in Rot am See (Hohenlohe). Der gelernte Elektromechaniker ließ sich an der Evangelistenschule Johanneum in Wuppertal zum Diakon ausbilden. Nach seiner ersten Stelle als Jugendreferent in Sulz am Neckar war er CVJM-Sekretär in Kirchheim/Teck und anschließend Feriendorfleiter in Langenburg. Seit Mai 2011 betreut er die Zeltkirche. Bereits seit 2008 gehört Martin Heubach zum ökumenischen Seelsorge-Team der Kirchlichen Dienste auf der Landesmesse Stuttgart. Martin Heubach ist verheiratet, hat vier erwachsene Töchter und ein Enkelkind.
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Kontakt:
Mobil: 0176 - 632 99 353
E-Mail:
martin.heubach@gmx.de
Videoclip über Zeltaufbau und Zeltkirche
Sehen Sie hier einen Videoclip vom Sommer 2011Kirchenfernsehenalle Beiträge
Kirche im Zelt
Wir begleiten Zeltmeister Martin Heubach beim Aufbau der Zeltkirche in Birkenfeld bei Pforzheim.
Damit das Zelt nicht zum "fliegenden Bau" wird

Erste Eindrücke des neuen Zeltmeisters Martin Heubach
Kurz vor 20 Uhr. Ich begrüße die gerade Angekommenen und unterhalte mich mit einigen Gästen. Wenig später beginnt das Abendprogramm. Jetzt begebe ich mich in „Habt-Acht-Stellung“ und schaue, ob die Technik funktioniert und genügend Stühle bereitstehen. Ein Blick gilt immer dem Wetter. Wenn Wind aufkommt, müssen alle Öffnungen geschlossen werden, damit es uns nicht wegpustet.
Mein offizieller Titel ist „Richtmeister für fliegende Bauten“. Und doch möchte ich alles tun, dass unsere Zeltkirche nicht wirklich zu einem „fliegenden Bau“ wird. Bei meinen ersten beiden Einsätzen in Sulzbach / Murr und Ilsfeld kam ein paar Mal Sturm auf. In Ilsfeld erlebten wir sogar heftigen Hagelschlag. Als im Radio gemeldet wurde, dass es Ilsfeld bei diesem Unwetter schlimm getroffen hätte, erkundigten sich aufmerksame Zeitgenossen und Beter nach unserem Ergehen. Gott sei´s gedankt, dass wir vor Schlimmerem verschont geblieben sind!
Unser Zelt ist 30 Meter lang, 20 Meter breit und mehr als sechs Meter hoch. Es bietet Platz für bis zu 500 Gäste und umfasst eine Fläche von über 500 Quadratmetern. Ausgestattet ist es mit einem Teppichboden, gemütlichen Stühlen, Bistrotischen sowie einer Zeltheizung. Im letzten Jahr kam noch eine Seitenkapelle dazu.
Gelegentlich hören wir skeptische Rückfragen. Zum Beispiel: „Wieso brauchen wir eine Zeltkirche, wo unser Gemeindehaus und unsere Kirche doch so schön sind?“ Doch die Erfahrung zeigt zweierlei: Erstens sind viele Kritiker während und vor allem nach den zwei Programmwochen begeistert vom Angebot, von der Atmosphäre und den Besucherzahlen. Und zweitens kommen oft ganz andere Leute als das herkömmliche „Kirchenpublikum“. Die Hemmschwelle, ein Zelt zu betreten, ist deutlich niedriger als bei einem Kirchengebäude.
Veranstaltungen in der Zeltkirche, quasi am dritten und eher neutralen Ort, erweisen sich als ein sehr niederschwelliges Angebot. Das hat auch etwas von Sommer, Camping, Festzelt und guter Laune. Zudem kann kaum eine Gemeinde- oder Stadthalle über zwei Wochen komplett für eine kirchliche Veranstaltungsreihe belegt werden.
Als Zeltmeister, Diakon und gelernter Elektromechaniker bin ich im Sommerhalbjahr mit der Zeltkirche unterwegs. Im Winter kann ich weiterhin bei den Kirchlichen Diensten auf der Messe in Stuttgart als Seelsorger tätig sein. Meine Hauptaufgabe dort: Menschen aufsuchen, mit ihnen ins Gespräch kommen, sie bei ihren Fragen und Nöten begleiten. Das ist mir auch bei den Zeltkirchentagen wichtig.
Oft ergibt sich während des gemeinsamen Mittagessens oder zwischen den Veranstaltungen mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein tiefschürfendes Gespräch, das nicht immer lang sein muss. Man muss sich nur Zeit nehmen und richtig hinhören – eine Riesen-Chance! Meine Hauptaufgabe ist aber der Auf- und Abbau des Zeltes und der Transport des gesamten Equipments. Zwei Container, zwei Anhänger, ein Wohnwagen und ein Wohnmobil, in dem ich die fast drei Wochen pro Einsatz nächtige, gilt es, vor und nach der Zeltkirche zu transportieren. Gerne lassen wir uns auch in Ihre Gemeinde einladen.
Martin Heubach





