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Kirchenpädagogische Frauenpower

Stuttgart, 29. Januar 2017. Zertifikatsübergabe an die Absolventinnen der württembergischen ökumenischen Kirchenführerausbildung im Hospitalhof Stuttgart

 

Die KirchenführerInnen-Ausbildung der Diözese Rottenburg Stuttgart und der Evangelischen Landeskirche in Württemberg ist eine Erfolgsgeschichte. Jahr für Jahr bilden sich Frauen und Männer weiter, um leidenschaftliche und begeisternde Kirchenführungen anzubieten. An 29. Januar erhielten elf Frauen ihre Abschlussurkunde. Diese Personen haben alle Kriterien erfüllt, die der Bundesverband Kirchenpädagogik e.V. für eine Zertifizierung vorsieht: 120 Unterrichtseinheiten rund um Kunstgeschichte, Pädagogik und Theologie, eine schriftliche Abschlussarbeit und eine Prüfungs-Kirchenführung.

 

Den Festvortrag hielt Oberkirchenrätin Dr. Birgit Sendler-Koschel, Leiterin der Bildungsabteilung im Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland. Sie betonte, dass Kirchenführungen dann ins Herz gehen, wenn die Teilnehmerinnen und Teilnehmern dazu angeregt werden, das Gehörte und Gesehene mit dem eigenen Erfahrungshorizont in Verbindung zu bringen. Auch stellt sie praktische Methoden vor, wie biblische Texte in Kirchenführungen integriert werden können.

 

Überreicht wurden die Zertifikate durch Vertreter der beider Kirchenleitungen. Domkapitular Matthäus Karrer leitet die Hauptabteilung Pastorale Konzeption der Diözese Rottenburg-Stuttgart. In einem persönlichen Statement berichtet er, wie sehr die Kirchengemeinde in Isny im Allgäu von den kirchenpädagogischen Angeboten profitiert, die eine Kursabsolventin des Jahrgangs 2005 dort durchführt. Oberkirchenrat Prof. Dr. Ulrich Heckel, Leiter des Dezernates für Theologie, Gemeinde und weltweite Kirche im Evangelischen Oberkirchenrat Stuttgart, bedankte sich für die vertrauensvolle Zusammenarbeit beider Kirchen. In der ökumenischen Ausbildung werden die Unterschiede als bereichernde Vielfalt erlebt.

 

Kirchenpädagogische Angebote beziehen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein, da machte auch dieser Festakt keine Ausnahme. Kirchenpädagogin Nicole Huber brachte den Saal in vier kurzen Sequenzen in Bewegung. Umrahmt wurde die Feier durch das Duo Tanja-Amal Schleyerbach (Blockflöten) und Rainer Stolle (Klavier), mit einer musikalischen Reise durch die Epochen der Kirchengeschichte und mit einem abschließenden Journey to Brasil.

Kirchenführungen mit Kopf, Hand und Herz, mit einem Lied, mit Zugezogenen und mit Herrn Luther

Vier Kirchenführerinnen haben ihre KirchenführerInnen-Ausbildung erfolgreich beendet

Stuttgart Bad Cannstatt, 19.11.2016. Am Samstag fanden in der evangelischen Lutherkirche und in der katholischen Liebfrauenkirche in Stuttgart Bad Cannstatt vier ganz unterschiedliche Kirchenführungen statt. Vier Kirchenführerinnen haben mit diesen Führungen ihre Kirchenführerausbildung beendet.

 

Ruth Sachsenmeier stellte mit ihrer Kirchenführung eine Verbindung zur Pflege her. Gute Pflege ist Pflege für Kopf, Hand und Herz. Genauso werden in der Kirche alle Bereiche des menschlichen Lebens angesprochen.

 

Dorothee Krebs zeigte auf beeindruckende Weise, wie eine Kirchenführung mit einem einzigen Lied gestaltet werden kann. „Großer Gott, wir loben dich“ wird den Teilnehmerinnen und Teilnehmern noch lange im Kopf nachhallen.

 

In der Liebfrauenkirche richtete sich Evelyn Leibfarth bei Ihrer Führung an „Zuazogne“ (der Schwabe würde „Neigschmeckte“ dazu sagen“). Woher komme ich, wohin gehe ich und wie kann ich Heimat finden?, waren die Fragen, die in der Kirchenführung zum Ausdruck kamen.

 

Zurück in der Lutherkirche gab es – zum Reformationsjahr 2017 – eine Lutherführung. Elli Eberhardt stellte den Reformator vor und erklärte, wie die Kirche zu ihrem Namen kam. Nach einem Austausch über die wichtigsten Glaubensaussagen Luthers beendete Frau Eberhardt die Führung mit einem fiktiven Gespräch mit der Lutherstatue, die vorne links in der Kirche zu finden ist.

 

Die Evangelische Landeskirche in Württemberg und die Diözese Rottenburg Stuttgart bieten die KirchenführerInnenausbildung gemeinsam an. Sie ist zertifiziert nach den Vorgaben des Bundesverbandes Kirchenpädagogik und besteht aus einem Basiskurs, fünf Tagesseminaren und einer Abschluss-Prüfungskirchenführung.


Am 29. Januar 2017 erhalten die vier Kirchenführerinnen und die Absolventen und Absolventinnen der Kirchenführerausbildung 2015 in einem Festakt ihre Zertifikate. Diese Veranstaltung ist öffentlich, Sie sind herzlich eingeladen!

Bilder:

Alle Bilder von Uwe Deiber.

Von oben nach unten:

  • Elli Eberhardt in der Lutherkirche
  • Evelyn Leibfarth in der Liebfrauenkirche
  • Beginn einer Führung
  • Ruth Sachsenmeier lässt sich von Regen nicht ablenken
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