26.05.2017

Tageslosung

Gott breitet den Himmel aus und geht auf den Wogen des Meers. Er macht den großen Wagen am Himmel und den Orion und das Siebengestirn und die Sterne des Südens.

Hiob 9,8.9

Lehrtext

Betet an den, der gemacht hat Himmel und Erde und Meer und die Wasserquellen!

Offenbarung 14,7

Feiertag

Christi Himmelfahrt

Woche

25.05.2017 bis 27.05.2017

Erklärung

Himmelfahrt
Die Bibel erzählt in den vier Evangelien die Geschichte, in der Jesus vor den Augen seiner Freunde von einer Wolke aufgenommen und ihren Blicken entzogen wird - in den Himmel. Seit dem 4. Jahrhundert feiern Christen 40 Tage nach Ostern Christi Himmelfahrt. Dabei geht es nicht um eine phantastische Reise. Genau wie die Geschichten von der Auferstehung Jesu sagt die Geschichte von seiner Himmelfahrt: Jesus ist nicht im Tod geblieben, er ist bei Gott.
Ursprünglich gab es kein eigenes Himmelsfahrtsfest. Die ersten Christen haben die 50 Tage nach Ostern als eine einzige Festzeit gefeiert. Für viele Menschen ist Christi Himmelfahrt ein wenig greifbares Fest. So sind im Mittelalter viele Bräuche entstanden, die das Geschehen vorstellbarer machen sollten: Im Spätmittelalter zum Beispiel schwangen zwei Priester im Gottesdienst ein Weihrauchfass und erzeugten eine sichtbare Wolke, die zum Himmel, zumindest aber zur Kirchendecke zog.
Bis zum 19. Jahrhundert war es in vielen Kirchen Brauch, am Himmelfahtstag eine Christusfigur am Ende des Gottesdienstes zu einer Öffnung in der Kirchendecke zu ziehen: Christus schwebt gen Himmel. An manchen Orten wurde anschließend ein Teufel hinabgeworfen, der von den Gottesdienstbesuchern getreten und zerrissen wurde - Zeichen dafür, dass der Teufel nun endgültig überwunden ist.
Heute werden in vielen evangelischen Kirchen Gottesdienste unter freiem Himmel gefeiert.
In katholischen Gemeinden haben sich bis in die heutige Zeit Himmelfahrtsprozessionen gehalten: Sie erinnern daran, dass Christen ein 'wanderndes Volk' sind, auf dem Weg zu Gott. Wohlwollende Deutungen sehen darin den Ursprung der Vatertagsausflüge. Tatsächlich wurde der Vatertag 1910 von der Amerikanerin Louisa Dodd, deren Vater im Sezessionskrieg gekämpft hatte, ins Leben gerufen. Seit Anfang der dreißiger Jahre wird er in Deutschland am Himmelfahrtstag begangen - einen Zusammenhang mit dem christlichen Feiertag hat er nicht.

Informationen zum Kirchenjahr siehe www.daskirchenjahr.de

Thema

Die Herrschaft Christi

Wochenspruch

Christus spricht: Und ich, wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen. Johannes 12, 32

Wochenlied

Wir danken dir, Herr Jesu Christ, dass du gen Himmel g´fahren bist (EG 121)

Liturgische Farbe

Kontaktstelle für Paramentik
© Bettina Kammerer, Stuttgart

Predigttext

1. Könige 8, 22-24.26-28

22 Und Salomo trat vor den Altar des HERRN angesichts der ganzen Gemeinde Israel und breitete seine Hände aus gen Himmel 23 und sprach: HERR, Gott Israels, es ist kein Gott weder droben im Himmel noch unten auf Erden dir gleich, der du hältst den Bund und die Barmherzigkeit deinen Knechten, die vor dir wandeln von ganzem Herzen;
24 der du gehalten hast deinem Knecht, meinem Vater David, was du ihm zugesagt hast. Mit deinem Mund hast du es geredet, und mit deiner Hand hast du es erfüllt, wie es offenbar ist an diesem Tage. 26 Nun, Gott Israels, lass dein Wort wahr werden, das du deinem Knecht, meinem Vater David, zugesagt hast. 27 Aber sollte Gott wirklich auf Erden wohnen? Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel können dich nicht fassen – wie sollte es dann dies Haus tun, das ich gebaut habe? 28 Wende dich aber zum Gebet deines Knechts und zu seinem Flehen, HERR, mein Gott, damit du hörst das Flehen und Gebet deines Knechts heute vor dir.

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