Hohenlogisch?!

In der ersten Oktoberhälfte war die Zeltkirche im hohenlohischen Untermünkheim zu Hause, keine 7 km von Schwäbisch Hall am Ufer des Kochers. Die Zeltkirche unter dem Titel „Hohenlogisch“ wurde gemeinsam von den umliegenden Kirchengemeinden und der Süddeutschen Gemeinschaft vor Ort veranstaltet. Pfarrer in dem kleinen aktiven Ort ist Stefan Engelhart. Zeltpfarrer Thomas Wingert hat bei ihm nachgefragt, wie die Zeit in Erinnerung geblieben ist.

Welche Hoffnungen habt ihr damit verbunden, die Zeltkirche nach Untermünkheim einzuladen, und was hat sich davon erfüllt?
Ziel war, nach längerer Zeit wieder etwas mit großer Öffentlichkeitswirkung und mit den um- liegenden Gemeinden zusammen zu machen, das Menschen in Kontakt mit dem Evangelium bringt, die wir sonst kaum erreichen.

Wir hatten etwa 8 000 Besucher. Zu den Sonntagsgottesdiensten sind dabei am meisten nichtkirchliche Leute gekommen. Gerade die Gottesdienste und der Gospelabend waren An- gebote, die am tiefsten in die Bevölkerung gingen. Es waren aber auch viele Leute da, von denen ich nicht sagen kann, woher sie kamen.

Waren das für dich die Highlights?

Der Gospelabend hat viele Menschen zum Mit- machen motiviert. Schon der Vorlauf, mit einem Projektchor etwas zu machen, zieht Kreise. 80 bis 100 Leute waren so dabei, die sonst kaum gekommen wären. Die Gottesdienste waren be- wegend, auch die Jugendabende mit zum Teil super Verkündigung und Musik, von der meine Konfis heute noch schwärmen. Manche Momente „heiliger Stille“ – und die riesige Zahl ehrenamt- licher Mitarbeiter, die in großartiger Einmütigkeit trotz allen Widrigkeiten (Dauerregen ...) füreinander einstanden.

Die Zeltkirche ist vorbei, alles ist aufgeräumt. Ist etwas geblieben?

Wir hatten mit den verschiedenen Referenten, Musikgruppen und Aktionsangeboten viel Abwechslung im Programm. Ich werde immer noch darauf angesprochen, oft von Leuten, die ich kaum kenne.

Geblieben sind viele Freundschaften und Vertrauen und ein Netz von Kontakten zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aller be- teiligten Gemeinden.

Geblieben ist der Entschluss, im kommenden Herbst wieder etwas zusammen zu machen: ein „Hohenlogisch 2.0“ in der Festhalle, mit Betonung mehr auf Verkündigung und Seelsorge.

Geblieben ist auch eine neue kirchliche Nordic- Walking-Gruppe. Es wird die Losung gelesen, es gibt einen kurzen geistlichen Impuls, dann läuft man los. Nur weil Martin Heubach, unser Zeltmeister, das während der Zelttage fünf- oder sechs- mal angeboten hat, kam diese Gruppe zustande.

Was hat die Zeltkirche für dich und deine Gemeinde bedeutet?

Es war eine großartige Ausnahmesituation. Schön vom Miteinander her, weil wir viel Solida- rität und Verlässlichkeit erlebt haben. Für Ein- zelne war es etwas Gigantisches. Für einen der Mitarbeiter war Kirche immer nur sonntagmorgens, und der war geplättet vom Programm und dem Miteinander. Die meisten unserer Mitarbeiter haben Alphakurse erlebt. Für sie war es ein stärkendes Erlebnis.

Was willst du einer zukünftigen Zeltkirchengemeinde weitergeben?

Schaut, dass es nicht zu eventlastig ist, sondern bedenkt, dass auch Kontinuität dazugehört, damit Beziehungen wachsen können. Bei uns ist Zeltmeister Martin Heubach als Beziehungs- person in die Bresche gesprungen, da wir keinen festen, immer anwesenden Zeltpfarrer hatten (Anm.: Johannes Eißler war nicht mehr, Thomas Wingert noch nicht im Dienst).

Schaut, dass die Kapelle an der richtigen Stelle aufgebaut wird. Es ist wichtig, einen ruhigen Ort zu schaffen zur Stille, um mit jemandem in Ruhe reden zu können.

Schaut auch auf die Kosten, z.B. dass ihr von allen Referenten und Musikern schriftliche Angebote bekommt, und fragt ausdrücklich nach: „Kommen noch zusätzliche Kosten auf uns zu?“ – Dass so viele Menschen da waren und so viel gespendet haben, hat uns finanziell gerettet.

Würdest du es wieder machen?

Ich würde auf jeden Fall sagen, es war gut. – Ich glaube fest, dass wir als Gemeinde Jesu beides brauchen: die regelmäßigen Gruppen und ver- trauten Kreise, die Heimat geben. Aber auch immer wieder öffentlich sichtbare missionarische Veranstaltungen, den Schritt über unsere normalen Grenzen hinaus.

Vielen Dank für das Gespräch. 

df

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Frau Dagmar Loncaric

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Dagmar.Loncaric@elk-wue.de


Herr Markus Munzinger

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