Zeltkirchen-Saison 2016 – Immer wieder: "Wegen Überfüllung geöffnet"

Nach wie vor suchen die christlichen Kirchen nach Wegen, einer zunehmend säkularen Gesellschaft den christlichen Glauben näher zu bringen. In persönlichen Begegnungen, Kleingruppentreffen und Kursen haben sich zahlreiche Veranstaltungs-Kleinformate etabliert, während Großformate, wie etwa klassische Evangelisationen, nach wie vor in einer tiefen Krise stecken. Der Zeltkirche der Evangelischen Landeskirche in Württemberg ist es um die Jahrtausendwende gelungen, eine neue und eigenständige Zugangsweise zum christlichen Glauben bei Großveranstaltungen zu etablieren. Nicht nur eine veränderte Einstellung kirchendistanzierter Besucher zum christlichen Glauben, sondern ebenso eine veränderte Wahrnehmung von Kirchendistanzieren durch die Kirchengemeinden ist beabsichtigt. Daneben geschieht eine Intensivierung der Zusammenarbeit innerhalb der Kirchengemeinde, zwischen Kirchengemeinden und mit Vereinen, Kommunen und deren Repräsentanten.

Die Entwicklung der Zeltkirche in Zahlen

Wenn eine oder mehrere Kirchengemeinden die Zeltkirche einladen, so planen sie durchschnittlich 30-40 Veranstaltungen und erreichen im langjährigen Schnitt an 15 Tagen 6700 Besucher. Im Jahr 2016 stand die Zeltkirche an vier Orten in Württemberg. Sulz am Eck (Dek. Nagold), Schöckingen (Dek. Ditzingen), Lauffen am Neckar (Dek. Besigheim) und auf dem Reustener Kirchberg inmitten von sieben Ammertalgemeinden (Dek. Herrenberg). In Lauffen a.N. wurde der bisherige Veranstaltungsrekord eingestellt: 70 Veranstaltungen innerhalb von 15 Tagen sind neuer Rekord. 1.150 Gäste wollten am 13. Juli Samuel Koch sehen, der vielen Menschen noch aus seinem Auftritt bei „Wetten dass?“ in Erinnerung ist. Auch das eine neue Bestmarke. Weil alle denkbaren Zeltwände aufgemacht werden mussten, hat das Württembergische Gemeindeblatt zutreffend getitelt „Wegen Überfüllung geöffnet“. Das hätte in diesem Jahr bei so mancher Zeltkirchenveranstaltung gepasst! Mit 13.485 Besuchern wurde schließlich in Lauffen die höchste Gesamtbesucherzahl registriert, die jemals eine Zeltkirche besucht hat. Insgesamt haben so in diesem Jahr 39.215 Personen die Zeltkirche besucht: Mit fast vierzigtausend Besuchern ist das ein neuer und einsamer Rekord (der alte Rekord lag bei 29.680 Besuchern im Jahr 2006!).

Diese Entwicklung legt es nahe, dass kirchliche Angebote im Trend liegen, die auf zeitgemäße Weise zum Glauben und zur Beteiligung am Gemeindeleben einladen. Die Württembergische Landeskirche in Württemberg hat das erkannt und trägt dem mit der Zeltkirche Rechnung.

Warum lassen sich Menschen so gerne in die Zeltkirche einladen und was bewirkt´s?

Die Zeltkirche lädt insbesondere durch ihre gastfreundliche Atmosphäre, ihr mitreißendes Mitmachprogramm und eindrucksvolle Mitwirkende auf breite Weise ein. Das Gefühl des „Hier-muss-man-dabei-gewesen-sein“ entsteht durch eine aktive Öffentlichkeitsarbeit durch die lokalen Mitarbeiterteams. Nicht selten kommt in den Feedbacks zur Zeltkirche zum Ausdruck, hier Gott auf sehr persönliche und individuelle Weise begegnet zu sein. Ein Facebook-Kommentar kann das deutlich machen: „Wenn Gott was in Bewegung setzt, ist es so unbeschreiblich schön. … Es war wunderschön, dass … ein Mensch, wo fast für mich unmöglich erschien, sein Leben Jesu gab!“ Oder im persönlichen Kontakt: „Das Miteinander im Ort hat sich seit der Zeltkirche spürbar verändert. Zwischen uns als Kirchengemeinde und den Vereinen ist die Zusammenarbeit viel selbstverständlicher geworden.“ (Pfr. Hartmut Heugel, Sulz am Eck). Mirjam Rheinländer hat über fast zwei Jahre hinweg das Kernteam der Zeltkirche im Ammertal geleitet. Über ihre Zusammenarbeit mit mehr als 200 ehrenamtlichen Mitarbeitern sagt sie: „Sie sind für mich wichtige Mitarbeiter, sie bringen oft sehr viel Erfahrung mit und haben schon verschiedene Feste organisiert. Von ihnen lerne ich z.B., wie der Rahmen gestaltet sein soll, damit Gäste sich wohlfühlen und die Veranstaltung reibungslos abläuft. Ich bin dankbar für ihr praktisches Engagement.“ Gegenseitige Wertschätzung wie sie hier zur Sprache kommt, entsteht dort, wo gemeinsame Begeisterung Menschen verbindet. – 

Die Zeltkirchensaison 2016 hat in mancher Hinsicht überrascht und das Potential der Zeltkirche neu aufleuchten lassen. Und für alle, die jetzt neugierig geworden sind: Ab dem Jahr 2018 gibt es wieder freie Termine. Zeltkirchenpfarrer Thomas Wingert und Zeltmeister Martin Heubach stellen die Arbeitsweise der Zeltkirche gerne auch in Ihrer Gemeinde vor.

Thomas Wingert / Martin Heubach

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Ansprechpartner

Frau Dagmar Loncaric

phone0711 45804-9402
Dagmar.Loncaric@elk-wue.de


Herr Markus Munzinger

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Markus.Munzinger@elk-wue.de

Fax: 0711 45804-9407

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